Die Kraft der Wiederholung

Irgendein Lehrer aus dem östlichen Kulturkreis hat einmal sinngemäß gesagt: Wenn du Linien auf ein Blatt Papier zeichnest, dann mag das auf den ersten Blick keinen Sinn machen. Aber wenn du jeden Tag Linien auf ein Blatt Papier zeichnest, dann wirst du mit Sicherheit ein anderer Mensch werden. Das hat mich damals tief bewegt.

Wie oft habe ich mir die Frage gestellt, warum ich eigentlich jeden Tag auf die Yoga-Matte gehen soll. Zwar habe ich nie daran gezweifelt, dass mir die tägliche Übung hilft, mich zu fokussieren, und mir das Yoga einfach gut tut. Aber ich hatte über lange Zeiträume den Eindruck, dass ich immer wieder in die gleichen Gewohnheitsfallen tappe. Ich hatte einfach keinen Blick für das große Ganze.

Es hilft, sich bei allem, was man wiederholt, einen Zeitraum zu setzen. Im Kundalini Yoga verpflichten wir uns vor uns selbst, ein- und dieselbe Kriya oder eine Meditation für die Dauer eines ganz bestimmten Zeitraums zu üben:

  • 40 Tage, um mit einer Gewohnheit zu brechen
  • 90 Tage, um eine neue Gewohnheit zu etablieren
  • 120 Tage, um eine neue Gewohnheit in Deine Persönlichkeit zu integrieren
  • 1000 Tage, um die Gewohnheit zu meistern

Dabei ist es völlig unerheblich, wie umfangreich oder zeitintensiv die Übung ist. Wichtig sind die Hingabe an die Übung und die Disziplin. Es erfordert, dass man dran bleibt, wenn man sich einmal das Ziel gesetzt hat. Jeden Tag, ohne einen einzigen Tag der Unterbrechung.

Nicht nur, dass du in dieser Zeit sehr genau beobachten kannst, wie dein Mind tickt und welche Listen er anwendet, um dich von deinem Vorhaben abzubringen. Du wirst deine Erfahrung auch außerhalb der Matte anwenden können. Du wirst deine Stärke entdecken und dich vom Diktat deines Mind befreien.

Am Ende einer überschaubaren Zeitspanne von vierzig Tagen wirst du möglicherweise bereits eine deutliche Veränderung wahrnehmen können. Auf jeden Fall aber hast du mit deiner Verpflichtung den nächsten Step erreicht, um weiter kreativ deine Ziele anzugehen.

Werbeanzeigen